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Kraan (Ulm) - Wintrup - 1973

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Kraan_Wintrup_krautrock
Die Gruppe Kraan ist eine der dienstältesten Krautrockbands, die auch heute noch aktiv ist. Das Prädikat "Krautrock" ist allerdings nur auf die ersten Alben anwendbar, auf den späteren wurde Jazzrock gespielt. Das fantastische Debütalbum "Kraan" wurde 1972 in einem Bauernhaus in Wintrup in Westfalen aufgenommen, in dem die Band jahrelang als Kommune lebte. Es wird interessanter Jazzrock mit arabischen und progressiven Einflüssen gespielt.
(Rudi Vogel alias green-brain)

Kräftig gejammt wurde bereits 1969 und die Bands der Waldorfschüler Peter Wolbrandt (Gitarre), Jan Fride (Schlagzeug) und Hellmut Hattler (Bass) trugen Namen wie Veith Wolbrandt Group oder Inzest. Gegründet wurde Kraan allerdings erst 1971. Das Trio lernte den Saxophonisten Johannes "Alto" Pappert kennen, der nach neuen musikalischen Freiräumen suchte. Die Mischung aus Jazz, Rock und östlichen Elementen wurde in Berlin und Ulm entwickelt, den Namen Kraan erfand Hellmut Hattler. Peter Wolbrandt dazu: "Keine Ahnung was da in ihm vorging." Wir wissen es auch nicht, aber der Name griff.
Auf dem Gut Wintrup im Teutoburger Wald, das dem Graf Peter von Metternich gehörte und der schnell zum Fan von Kraan wurde und die Musiker mietfrei wohnen ließ, wuchs die Band in der Abgeschiedenheit zur Einheit. Die erste Platte, mit dem schlichten Titel Kraan wurde in nur zwei Tagen im Mai 1972 eingespielt. In Fachzeitungen ernteten die vier Musiker hohes Lob, in Leserpolls belegten sie Spitzenplätze. Kraan wurde zu einer der beliebtesten Festival-Bands und bestritten mehr als 100 Konzerte pro Jahr - viele auch in England oder als Headliner in Roskilde.
Nach den Alben "Wintrup" und "Andy Nogger" erschien 1975 das legendäre und im Berliner Quartier Latin eingespielte Doppelabum "Kraan live" - wohl eines der besten Alben der deutschen Rockgeschichte, das in fast jedem Plattenschrank stand. Neue Klangfarben brachte wenig später der Keyboarder Ingo Bischof auf der von Conny Plank produzierten
LP "Let It Out" ins Spiel. Es folgten allerdings Egotrips und der Kommunenkoller. Nach dem von der Fachpresse gefeierten Album "Wiederhören" und der anschließenden Tournee gingen die Musiker im Mai 1977 "zum letzten Mal" gemeinsam von der Bühne. Für die deutsche Musikszene und die Fans war es ein Schock.
Peter Wolbrandt produzierte ein Soloalbum und Hellmut Hattler veröffentlichte die LP "Bassball". Aber wenige Monate später schon wurde die nächste Kraan-Platte "Flyday" mit starkem psychedelischen Touch aufgenommen. Der neue Drummer wurde Hellmuts Bassball Live-Schlagzeuger Udo Dahmen. Der Musikexpress schrieb damals: "Flyday ist eine hochgradig emotionale LP, auf der die reformierten Kraan, die ja sowieso noch nie auf dem deutschrockigen Kulturtrip waren, gelöst und spontan wirken wie kaum eine andere europäische Band."
Danach spielten Kraan in stetig wechselnden Formationen weiter. Auf drei Stücken der LP "Nachtfahrt" spielte Jan Fride wieder Schlagzeug, bis er vom populären Jazzrock-Drummer Gerry Brown abgelöst wurde. 1987 trafen sich die Kraaniche Hellmut, Peter und Jan nach drei Jahren Live-Pause im Frühjahr 1987 wieder, um mit dem Trompeter Joo Kraus als neuem viertem Mann hin und wieder auf die Bühnen und ins Studio zu gehen. Die "Kraan Live '88", "Dancing in the Shade" und "Soul of Stone", eine Scheibe, die schon sehr nach Tab Two klang, sollten die letzten Platten vor einer längeren Pause sein. 1990 schien das endgültige Aus von Kraan gekommen zu sein. Tab Two begannen ihren Höhenflug, während Peter und Jan zu erfolgreichen Computerspezialisten wurden und sich von der Musik entfernten.
So weit, so gut, denn im März 1999 entdeckte der dänische Kraan-Webmaster Michael Bohn die Homepage von Peter Wolbrandt und setzte einen Link auf dessen Seite. Schnell begannen Kraan-Fans, Peter Wolbrandt mit Mails zu beknien, Kraan wiederzubeleben. Ein Resultat mit komplett neuen Stücken liegt jetzt in ihrem CD-Spieler und heißt "Through".
(Quelle: Hellmut Hattler)

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Hellmut Hattler dafür bedanken, dass er die Kraan-Einträge korrekturgelesen und uns Texte, Tracklisten und viele Bilder zur Verfügung gestellt hat.
Rudi Vogel
01. Silver Wings
02. Mind Quake
03. Backs
04. Gut und Richtig
05. Wintrup
06. Jack Steam
   
Bonustrack EMI
07. Fat Mr. Rich (aka Jack Steam, 1971 Demo)
   
Kraan_Wintrup_krautrock
Kraan_Wintrup_krautrock
Kraan_Wintrup_krautrock
Kraan_Wintrup_krautrock
Fride, Jan (20) (drums) Alto; Duwe, Mickie; Genrich, Ax; Göldner, Andy; Guru Guru; Hattler, Hellmut; Roland & die "Dadadogs"; Wolbrandt, Peter
Hattler, Hellmut (24) (bass) Alto; Genrich, Ax; Guru Guru; Hattler, Hellmut; Liliental; Roland & die "Dadadogs"; Wolbrandt, Peter
Pappert, Johannes A. (11) (sax) Alto; Es; Groh, Muck; Liliental; Release Music Orchestra (RMO)
Wolbrandt, Peter (22) (guitar) Alto; Carsten Bohn's Bandstand; Genrich, Ax; Göldner, Andy; Guru Guru; Hattler, Hellmut; Wolbrandt, Peter
Spiegelei - 1973 - LP


Intercord - ? - LP

EMI - ? - CD

Referenzen: Guru Guru

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