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Xhol (Wiesbaden) - Hau-Ruk - 1971

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Xhol_Hau-Ruk_krautrock
Ehemals Xhol Caravan, aus Wiesbaden. Ursprünglich auf dem legendären Ohr-Label veröffentlicht. Ein Auftritt vom Sommer 1970. Das Zusatzstück von 22 Minuten Länge stammt aus dem Studio von Dieter Dierks.
(GOD)


Xhol beabsichtigten 1970, auf dem Ohr-Label ein Doppel-Album herauszubringen, eine LP mit Live-, eine weitere mit Studio-Aufnahmen. Für die Live-LP waren die für dieses Album verwendeten Aufnahmen vorgesehen. Da dieses Doppel-Album an R.U.Kaisers Widerstand scheiterrte und deshalb nicht zu realisieren war, erschien Ende 1970 auf Ohr diese Einzel-LP.Man hat lange gerätselt, was den nun der Titel des Albums sei, es hat sich nun manifestiert, dass hau-RUK der Titel ist. RUK bedeutet offensichtlich Rolf Ulrich Kaiser, auf den die Jungs wegen des nicht realisierten Doppel-Albums nicht gerade gut zu sprechen waren. Im Januar 2003 hat Garden of Delight (GOD) eine offizielle Version des Albums in recht guter Tonqualität und mit einem sehr informativen und umfangreichen Booklet sowie einem Bonus-Track herausgegeben. GOD hat 1.000 Exemplare dieser CD aufgelegt, davon sind fast keine mehr in Handel erhältlich, man sollte also zugreifen, wenn noch ein Exemplar angeboten wird. Zuverlässige Bezugsquellen sind Milestone-Mailorder und Green-Brain.

Die zwei am 1. und 2 Juli 1970 im Center Göttingen live aufgenommenen, jeweils ca. 20minütigen Tracks sind vermutlich die musikalisch gelungensten Teile längerer Stücke - Xhol waren ja bekannt für ihre sehr ausladenden Sessions.
Breit ist ein sehr ruhiger, jazzig/psychedelischer Titel, der sich stetig weiterentwickelt, ohne dabei langweilig zu werden. Langsam und ruhig lässt Tim sein elektronisch verstärktes Saxophon eine Melodie finden, untermalt von modulierenden Tönen von Öckis Hammond. Bass und Schlagzeug greifen erst spät in das musikalische Geschehen ein, die schwebend-epische Stimmung bleibt aber auch dann erhalten. Bedächtig, stetig fortschreitend und konsequent entwickelt sich das Stück weiter, nur kurz unterbrochen von einigen freejazzigen Ausbrüchen, die aber schnell wieder zur melancholischen Grundstruktur des Stücks zurückführen. Der Titel wird in manchen Besprechungen mit Titeln aus dem Album Soft Machine III verglichen. Dies stimmt zwar wegen der Länge des Titels und der Instrumentierung, aber musikalisch sind doch einige Unterschiede zu erkennen. Xhols Musik, auch in diesem Titel, ist wesentlich emotionaler und basiert auf anderen, an Soul und Psychedelic orientierten Ursprüngen, dieser Aspekt fehlt bei Soft Machine völlig.
Schaukel beginnt mit einer musikalisch unbefriedigenden, man könnte auch sagen, einer technisch etwas misslungenen Einblendung, wird dann sehr bluesig/rockig und endet mit einer melancholischen Melodie aus alten Xhol Caravan-Zeiten, nämlich Talking to my soul. Tims elektrisch verstärktes und verfremdetes, mit Echo und Wah-Wah ausgestattetes Saxophon und Öckis Hammond bestimmen auf beiden Titeln das Geschehen. Drummer Skip übernimmt im rockigen Teil von Schaukel die schrägen vocals.

Beide Titel erschliessen sich dem Hörer voll und ganz erst nach mehrmaligem Anhören. Man erkennt dann - aber das gilt ja für die gesamte Musik der Band seit 1969 - wie sich die Musik aufbaut, weiterentwickelt, die Melodien von den Bandmitgliedern improvisiert und variiert werden und zu einem logischen kollektiven Ende geführt werden. Auch viele Details prägen sich einem dann erst nach und nach ein. Auf der Cover-Rückseite hat die Band den schönen alten hessischen Spruch -Haste einen Freund, dann raach mit ihm den Scheund- verewigt. Diese Aufforderung haben bei diesem Konzert, wie bei vielen anderen Konzerten der Band, wohl nicht nur die Musiker, sondern auch die Zuhörer freudig befolgt.

Klanglich entsprechen diese Aufnahmen dem damaligen Stand der Technik für eine Live-Aufnahme, von einem analogen 2-spur Bandgerät kann man nicht mehr erwarten.

Eine absolute Überraschung im positiven Sinn - sowohl musikalisch als auch aufnahmetechnisch - ist der ca. 22minütige Bonus-Track Süden twi Westen. Er wurde 1974, also 2 Jahre nach der Auflösung der Band, im Dierks-Studio in Stommelen aufgenommen. Leider fehlt Klaus Briest am Bass (ihn ersetzt sehr gut Norbert Dömling von Missus Beastly), dafür ist Hansi Fischer wieder dabei. Die Länge des Titels lässt darauf schliessen, dass ggf. hier ein Album geplant war und dieser Titel eine Seite dieses Album sein sollte. Leider konnte das aber nicht realisiert werden.
Ein direkter Vergleich mit den zwei ursprünglichen Titeln von hau-RUK zeigt, dass es keine Ähnlichkeiten gibt - auch wenn das in diversen Rezensionen behauptet wird. Denn schon nach wenigen Takten ist es wieder da - das typische Xhol Caravan-Feeling von 1969 und 1970, das man auch in den Xhol-Reunion-Konzerten hören konnte: Bass und Drums liefern eine solide rockende und vor allem jazzend/swingende Basis, Öckis Keyboards sorgen für wunderschöne Melodien, Tim und Hansi lassen es röhren wie zu besten Zeiten - beide nun wieder ohne elektronische Verfremdung der Instrumente - und zum Schluss sorgt Öcki für einen richtig schönen melancholischen Ausklang. Für diesen Titel gilt auf jeden Fall: Kopfhörer auf, Lautstärke auf, Augen zu und dann: Jazzen mit rhythmischem Kopfnicken und Fusswippen!

Auszug aus meiner Besprechung des Albums auf meiner Webseite
(Reinhard Horlacher alias Xhol vom Musikzirkus)
01. Breit 24:13
02. Schaukel 20:20
03. Süden twi Westen 21:55 (Bonus-Track)
Xhol_Hau-Ruk_krautrock
Belbe, Tim (16) (sax) M.T. Wizzard; Soul Caravan; Xhol Caravan
Briest, Klaus (11) (bass on track 1, 2) Dennis; Soul Caravan; Xhol Caravan
Dömling, Norbert (8) (bass on track 3) Blanke, Toto; Embryo; Missus Beastly
Fischer, Hansi (12) (flute, sax on track 3) Embryo; M.T. Wizzard; Missus Beastly; Soul Caravan; Xhol Caravan
Wyck, Skip van (8) (drums) Soul Caravan; Xhol Caravan
Öcki (7) (keyboards) Soul Caravan; Xhol Caravan
Ohr - 1971 - LP


Garden Of Delights - 2002 - CD

Referenzen: Soul Caravan Xhol Caravan

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